Auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt, die ersten Schritte in die Unabhängigkeit! Die stressige Zeit ist erstmal vorbei, die Abi-Klausuren sind bewältigt und die Abschlussfahrt gemacht - das Studium kann beginnen!
Lange wurde überlegt, welche Fachrichtung man einschlagen möchte, welche Studiengänge sinnvoll sind, ob man alleine wohnen möchte oder doch lieber in einer Wohngemeinschaft oder in einem Studentenwohnheim. Da die meisten Studienorte oft weit vom Elternhaus entfernt liegen, bietet sich aber meist keine Möglichkeit, zuhause wohnen zu bleiben.

Studium, Versicherungstarife und Versicherungsvergleich – was gehört zusammen?

Neben der Vorfreude auf diesen neuen, aufregenden Lebensabschnitt sollte man aber ein paar wichtige Dinge nicht vergessen: Auch Studenten müssen sich mit den notwendigen Versicherungstarifen versichern – denn das Schicksal schlägt meist dann zu, wenn man es am wenigsten erwartet und dann steht man plötzlich vor Problemen, um die sich sonst die Eltern gekümmert haben.
Beim Blick in die Tageszeitung wird man zudem täglich darauf hingewiesen, dass der gesetzliche Schutz keineswegs ausreichend ist, dass private Versicherungstarife notwendig sind und das nicht nur beim Thema Rente. Weil es aber leider (oder Gott sei Dank) keine Glaskugeln und verbindlichen Horoskope gibt, die einen verlässlichen Blick in die Zukunft gewähren, muss man mit allem rechnen – auch mit dem Schlimmsten. Es ist verständlich, dass Menschen nicht gern über Schicksalsschläge reden, doch die Gedanken daran sind oft präsent – das genau ist der Grund, warum Menschen Versicherungen abschließen. Die individuellen Versicherungstarife sind dabei von vielen Faktoren abhängig, die wichtigsten ergeben sich aus dem Alter und den persönlichen Lebens- bzw. Einkommenssituationen, kurz gesagt aus den unterschiedlichen Risikokategorien. Diese kann man wie folgt unterteilen:

Aus den gerade genannten Risikokategorien lassen sich ein paar Schlussfolgerung ableiten, die helfen, den persönlichen Versicherungsbedarf zu ermitteln und die richtigen Versicherungstarife zu finden. Eine ausreichende Absicherung gegen die existenzstörenden Risiken ist praktisch unverzichtbar. Das Risiko hoher Krankheitskosten ist deshalb sogar gesetzlich vorgeschrieben. Studenten und Personen bis zu einem bestimmten Einkommen (Beitragsbemessungsgrenze) sind z.B. krankenversicherungungspflichtig. Ob man die die zweite Risikogruppe, also die existenzbedrohenden Risiken, selbst tragen möchte, hängt entscheidend von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen ab. Aber auch wer scheinbar ausreichende Mittel zur Verfügung hat, sollte an den Fall einer längeren Krankheit oder an eine Berufsunfähigkeit denken.
Auf Versicherungstarife, die existenzneutrale Risiken absichern, kann man hingegen guten Gewissens verzichten. Oftmals ist es sogar preiswerter, diese selbst zu tragen.

Wieviel Versicherungstarife braucht der Mensch nun eigentlich? Eine gute Frage... Wer sich gegen alles rundum versichert, wird bald sterben – er wird nämlich verhungern, meinte ein Experte irgendwann mal sarkastisch. Richtig und auch wichtig ist es, dass man sich seine Versicherungstarife auch wirtschaftlich leisten kann. Wer viel verdient, wird selbstverständlich eher in der Lage sein, sich gegen alles, also 'Vollkasko' abzusichern, als der Student oder Berufseinsteiger. Das kuriose an der Sache, je weniger man verdient, desto höher ist auch der Versicherungsbedarf und desto umfangreicher sollten die Versicherungstarife sein. Während der Top-Verdiener ein gewisses Risiko aus eigener Tasche tragen kann, kann ein größerer Schaden dem Einkommensschwächeren das Leben schwer machen. Besonders im Bereich der Haftpflichtversicherung wird immer wieder gespart. Kaum nachvollziehbar, aber wahr: Fast ein Drittel der Bevölkerung besitzt keine passenden Versicherungstarife um das Haftpflichtrisiko abzudecken. Ein Beispiel aus dem Studentenalltag, das noch einmal verdeutlichen soll, wie wichtig dieser Versicherungsschutz ist:
Morgens spät dran – schnell auf's Fahrrad um noch rechtzeitig zur Vorlesung zu kommen – mit den Gedanken ganz weit weg – Fußgänger nicht gesehen – Zusammenstoß – Fußgänger schwer verletzt! Die Folgen: Heilbehandlung, Verdienstausfall, eventuelle zusätzliche Kosten bei dauerhafter Beeinträchtigung des Geschädigten. In solchen Fällen sind Summen von 50.000 Euro und mehr keine Seltenheit. Ohne eine Privathaftpflichtversicherung steht man hier jetzt vor einem großen Problem, das Studium ist wahrscheinlich gelaufen. Laut Gesetz ist nämlich jeder, der einem anderen einen Schaden zufügt, verpflichtet, diesen zu ersetzen – und das mit dem gesamten Vermögen!

Die wichtigsten und sinnvollsten Versicherungstarife – folgende Punkte sollten beachtet werden: Für alle, die jetzt ein wenig in Panik geraten sind, gibt es nun aber auch eine gute Nachricht: Viele Versicherungstarife bieten auch über die Volljährigkeit hinaus noch einen Versicherungsschutz über die Verträge der Eltern an. So ist man z. B. in der gesetzlichen Krankenversicherung bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern mitversichert, das Haftpflichtrisiko ist für die Zeit des Studiums ebenfalls über die Police der Eltern gedeckt, und sogar der Hausrat kann unter Umständen noch im elterlichen Vertrag geschützt werden. In den meisten Fällen kommt die Altersgruppe der 18- bis 25jährigen mit der Anschaffung des ersten eigenen Autos mit dem Thema Versicherungen in Berührung.

Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir klären, welche Versicherungstarife sinnvoll und welche überflüssig sind und mit welchen Kosten man für einen optimalen Versicherungsschutz rechnen muss. Danach stellt sich dann nur noch die Frage, wo man seine Versicherungstarife abschließen möchte. Bleibt man der Versicherung treu, der auch schon die Eltern vertrauen oder entscheidet man sich für eine, meist kostengünstigere Direktversicherung. Direktversicherer können ihre Versicherungstarife so günstig anbieten, weil sie auf einen teuren Außendienst und Filialen verzichten. Aber ist diese Form von Assekuranz immer sinnvoll? Es gibt sicher ein paar Versicherungstarife, die keinen, bzw. wenig Erklärungsbedarf haben. Eine KfZ Haftpflicht erklärt sich meist von selbst, doch was ist mit einer Krankenversicherung oder den Versicherungstarifen gegen die Berufsunfähigkeit? Versicherunstarife sind und bleiben eine 'unsichtbare Ware' und müssen deshalb in den meisten Fällen auch erklärt werden. Einen Vergleich der unterschiedlichen Versicherungstarife bieten viele Berater kostenlos an.

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