Grundsätzlich kann man die Versicherungstarife wie folgt unterteilen: Die Pflichtversicherungen für Studenten, die Unverzichtbaren, die, die zwar nicht zwingend erforderlich sind, aber eine sinnvolle Ergänzung darstellen und die sonstigen. Wichtig ist es, den persönlichen Bedarf abzuklären, um sich vor großen finanziellen Schäden zu schützen und herauszufinden, was einem zusätzlich wichtig ist.

Welche speziellen Versicherungstarife gibt es für Studenten? Von der Hausratversicherung bis zum Rechtsschutz

  1. Die Pflichtversicherungen
    • Krankenversicherung

  2. Die Unverzichtbaren
    • Privathaftpflichtversicherung
    • Unfallversicherung

  3. Die Sinnvollen
    • Berufsunfähigkeitsversicherung
  4. Sonstige
    • Hausratversicherung
    • Rechtsschutzversicherung
    • Risikolebensversicherung
    • Krankenhaustagegeldversicherung

Bei allen Versicherungsarten sollte man darauf achten, nur das eigentliche Risiko abzusichern. Das heißt, in der Unfallversicherung z.B. sollte die Invalidität ausreichend abgesichert sein, während man auf ein Krankenhaustagegeld, das dann nur im Falle eines Unfalles gezahlt wird, getrost verzichten kann. Zusätzliche Einschlüsse, wie das erwähnte Tagegegld oder Kosten für kosmetische Operationen verursachen nur unnötige Ausgaben. Nach dem Studium kann man dann immer noch über diese Zusatzleistungen nachdenken. Genauso sieht es beim Thema Risikolebensversicherung aus. Diese Versicherung ist nur dann sinnvoll, wenn es bereits Menschen gibt, die finanziell von einem abhängig sind (Ehepartner oder Kinder). Auch wenn diese Risikolebensversicherungen, im Vergleich zu den anderen Lebensversicherungen, nicht viel kosten, muss man den Nutzen abwägen. Das gleiche gilt übrigens für die Krankenhaustagegeld-Versicherung. Diese ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn man damit z.B. einen Nebenverdienst auffangen möchte und ansonsten keine größeren finanziellen Reserven hat. Der 'Verdienstausfall' und die laufenden Kosten wie Miete oder Studiengebühren können auf diese Weise während eines längeren Krankenhausaufenthaltes aufgefangen werden.

Einen privaten Rechtsschutz kann man sich leisten, der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist aber nicht unbedingt notwendig. Auch wenn hierdurch Anwalts- und Gerichtskosten oder im schlimmsten Fall sogar Strafkautionen gedeckt sind, kann man einen Rechtsstreit nicht als wirklich existenzbedrohlich einstufen.
Bei dem Thema Hausratversicherung streiten sich die Gelehrten. Wer eine eigene Wohnung hat, sollte überlegen, ob der Wert, der sich darin befindet, so hoch ist, das man die Wiederbeschaffung nach einem Schaden (z.B. nach Brand, Diebstahl, Wasserschaden oder Vandalismus) nicht allein bewerkstelligen kann. Um die Definition von Hausrat zu vereinfachen, kann man sagen, dass alles, was man bei einem Umzug mitnehmen würde, dazu gehört. Da aber Studenten oft nur kleine Wohnungen mit meist nicht sehr hochwertigen Möbeln bewohnen, muss man genau durchrechnen, ob sich der Abschluss einer Hausratversicherung wirklich lohnt. Als Faustregel gilt, eine Hausratversicherung ist ab einem Einrichtungswert von 700 € pro Quadratmeter sinnvoll. Früher war eine Hausratversicherung besonders wegen des Einschlusses des Fahrraddiebstahls für Studenten interessant. Oftmals ist dieser Punkt aber heute in den Policen der Hausratversicherung ausgeschlossen. Wer auf seinen Drahtesel angewiesen ist oder ein wertvolle Fahrrad besitzt, sollte über eine Fahrradversicherung nachdenken.
Wie gesagt, eine Hausratversicherung ist nicht immer notwendig, sollte aber in die Überlegungen nach dem richtigen Versicherungsschutz einbezogen werden, wenn man z.B. eine höherwertige Computeranlage besitzt. In diesem Fall kann sich eine Hausratversicherung nämlich durchaus lohnen. Einige Versicherer bieten übrigens auch einen Versicherungsschutz über die Hausratversicherung der Eltern an, auch wenn man nicht im selben Haushalt lebt. Man sollte daher den Versicherer ansprechen und abklären, ob der Hausrat, der sich im Zimmers des Studentenwohnheims befindet, mitversichert werden kann. Meistens wird dieser Zusatz mit einem Nachtrag zum Versicherungsschein der Hausratversicherung bestätigt. Wer allerdings eine eigene Wohnung und somit seinen Lebensmittelpunkt an diesem Wohnort hat, muss wahrscheinlich eine eigene Hausratversicherung abschließen.

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